Betreuungsweisung

Die Betreuungsweisung ist eine intensive und individuelle pädagogische Maßnahme für Jugendliche und Heranwachsende, die wiederholt und/oder schwerwiegend strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Die Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit sollte vorhanden sein. Durch den richterlichen Weisungscharakter können aber auch jene jungen Menschen erreicht werden, die eine freiwillige erzieherische Hilfe ablehnen würden. Die Betreuungsweisung ist geeignet, wenn die Delinquenz ein Ausdruck von sozialen, erzieherischen oder persönlichen Defiziten ist. Oft ist das Herkunftsmilieu dieser Klientel von vielfältigen Problemen und Belastungen gekennzeichnet, die begangene Straftat eine Folge der ungünstigen Sozialisationsbedingungen.

Die gezielte Betreuung unterstützt die Jugendlichen und Heranwachsenden bei der Lösung persönlicher und sozialer, kriminalitätsfördernder Probleme. Die Betreuungshelferin bzw. der Betreuungshelfer hilft den jungen Menschen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfelds und unter Erhaltung des Lebensbezugs zur Familie.

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